Maltastudienfahrt 2008 (28. September 2008 – 8. Oktober 2008)

Eine Gruppe von 52 Personen – 49 SchülerInnen und 3 Lehrern – flogen frühmorgens für 11 Tage nach Malta, um eine sonnige, warme, kulturelle und ereignisreiche Zeit zu erleben.

Schülerinnen und Schüler aus dem 12. und 13. Jahrgang ziehen ein Fazit über die Studienfahrt nach Malta, die zwischen dem 28. September und 8. Oktober 2008 stattgefunden hat, und wollen dadurch einen Einblick in die Erlebnisse während der Studienfahrt geben.

Die Organisation der Maltastudienfahrt 2008 fing schon im Winter des Jahres 2007 an. Wir trafen uns im Sozialkunderaum, wo wir mit Informationen über Malta reichlich eingedeckt wurden. Prospekte über Prospekte sollten uns auf das Kommende einstimmen, wie viel das Kommende allerdings mit Steinen zu tun hat, konnte keiner von uns ahnen. Voller Erwartung und Vorfreude trafen wir uns im darauf folgenden Jahr zweimal, um unsere Vorbereitungen zu vervollständigen. Dazu teilten wir Gruppen ein, die sich jeweils mit den einzelnen Teilen unseres steinreichen Kulturprogramms beschäftigten. Gespickt mit maltesischen und gozianischen Informationen über die Inseln, Kultur, Land und Leute konnte die Fahrt endlich also losgehen.

Unser „4-Sterne-‚President‘-Luxushotel“ in St. Julians war nicht ganz so presidentlich eingerichtet wie erwartet; neben Otto - die auf dem Rücken treibende, tote Kakerlake im Innenpool – und Karl-Heinz – unser Fahrstuhl, bei dem die Tür leicht zu öffnen war – entsprach das Essen vielleicht den vier Sternen der landesüblichen Kategorie, was jedoch weit unter dem Standard der deutschen Jugendherberge liegt.

Weiterhin brachten die Betten einen leichten Schlaf, denn jede Feder der Matratzen war spürbar und in vielen Fällen auch extrem hörbar, zum Leidwesen der Mitbewohner. Die Waschgelegenheiten waren nicht sehr hygienisch: So hatten wir z.T. Schimmel an den Wänden, unangenehme muffige Gerüche  im Toilettenbereich und kaum bis gar keine Reinigung der sanitären Anlagen. Aber die Zimmer waren auch lediglich zum Übernachten da.

Der Kern der Studienfahrt war jedoch das kulturelle Programm, das uns kreuz und quer über die Insel führten und unserer Fahrt auch ihr Motto gab: Steine, Steine, Steine.

Trotz vieler Besichtigungstermine am Vormittag hatten wir genug Zeit allein die Insel zu erkunden und uns auf eigene Faust mit der Lebensweise und der Mentalität der Malteser anzufreunden. Besonderes Highlight bei den Ausflügen waren die teilweise antiken maltesischen Busse und die freudige, enthusiastische Auskunftsbereitschaft der Busfahrer, die so gut wie gar nicht vorhanden war. Auch mit dem Rückgeld Zählen hatten es die meisten dann nicht so ganz, aber dafür gibt es ja, Gott sei Dank, die immer korrekten deutschen Touristen, die ganz hartnäckig auf ihrem passenden Rückgeld beharrten. Von der sehr ruppigen und rasanten Fahrweise der Busfahrer mal ganz abgesehen, fiel ein Motto immer wieder ganz besonders auf: Only Jesus Can Save You. Dieses Motto beruhigte natürlich sehr, jede Fahrt aufs Neue…

Um die Gesundheit der Teilnehmer war es bei dieser Fahrt recht schlecht bestellt. Viele durften die Toilette in ihren Zimmern besser kennenlernen und die, die davon verschont blieben, konnten nach Hause fliegen und dort ihre Erfahrungen mit dem teilweise unberechenbaren Wetter auskurieren.

Trotz allem war für die Gesunden noch genug Zeit sich mit der Partymeile, die keine 10 Minuten Gehweg entfernt lag, anzufreunden und ihr allnächtliches Partyprogramm auszunutzen. Jedoch hatten es die Minderjährigen etwas schwer, am Wochenende in die Clubs zu kommen, denn zu dieser Zeit bot St. Julians alles an Jugendschutzkontrollen auf, was dieser Ort zu bieten hatte. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass Minderjährige nicht auch am Wochenende Gelegenheit hatten zu feiern, denn Bars und Supermärkte außerhalb der Partymeile nahmen es dann doch nicht so ganz genau mit dem Jugendschutz.

Ein weiterer Punkt, der unsere Fahrt recht stark geprägt hat, war weiblich, einheimisch, sprach ziemlich gut deutsch und steckte alle Energie in die kulturelle Weiterbildung unserer Gruppe: Marie Odette Hilsenitz! Von Odette erfuhren wir viel über Geschichte, Land und Leute dieser winzigen Insel im Mittelmeer. Mit einem umfangreichen Wissen über die maltesischen Inseln und einem beeindruckenden Verständnis für uns SchülerInnen, konnte sie uns immer wieder überraschen, da möchte man auch gerne mal darüber hinwegsehen, dass nicht alles, was wir zu hören bekam, sonderlich interessant war und  dies dann auch an den Gesichtern der SchülerInnen abzulesen war. Auch die Tatsache, dass Odette immer etwas leise und monoton sprach, wird dann zur Nebensache.

Und so kann das Fazit gezogen werden, dass neben dem Spaß, der vielen Freizeit und der kulturellen Weiterbildung auch einige Katastrophen stehen, die sich auch noch über diese 11 Tage hinaus ziehen. Trotzdem konnte jeder diese Fahrt auf seine Weise genießen und gerade die Kranken, die die salmonella enterica - sub species begegneten, mussten das Beste aus ihrer Situation machen.

Alles in allem war diese Studienfahrt ein Erlebnis, sowohl negativ also auch positiv.

Written by Juliane Ahrens & Matthias Horstmann