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Am 1.10. war es nun endlich soweit, eine große Reise sollte beginnen. Ich kann nur ein wenig über die Werner-Hildebrandt-Gruppe erzählen, aber nur ein wenig, denn wen es interessiert und wer die Chance bekommt, selbst einmal mit den beiden nach Prag zu fahren, sollte diese nutzen.
Wie gesagt, die Reise sollte beginnen und das tat sie auch mit einer Zugfahrt nach Bremen, von da aus ging es im Zug weiter bis nach Leipzig. Die Hin- und Rückfahrt sowie der Ausflug nach Theresienstadt erfolgten mit der Gruppe von Herrn Becker und Frau Ellerbrock zusammen. Deren Reiseleiterin Frau Samalowa erwartete uns nämlich in Leipzig, wo wir in einen Bus umsteigen mussten, dieser hatte schon vor der Abfahrt Feuer gefangen und wurde souverän von dem tschechischen Busfahrer mit einer Flasche Mineralwasser gelöscht. Dann ging es wider Erwarten doch endlich weiter und wir kamen abends in Prag an. Herr Urban, unser Stadtführer, wartete schon auf uns und überreichte dann jedem sein Wochenticket für Bus und U-Bahn. Nach dieser Prozedur waren wir gespannt auf unsere ersten Eindrücke von der Stadt, wobei wir bei den Bussen die Erfahrung machten, es wird keine Rücksicht auf halb eingestiegene Fahrgäste genommen, die Tür wird zugemacht und wer erst halb drin ist, bleibt es auch. Und so was wie Geschwindigkeitsbegrenzungen und sanftes Bremsen kennen die Fahrer/innen auch nicht wirklich. An der U-Bahnstation angekommen, ging es dann in den Untergrund und mitten ins Herz der Stadt. Dort wanderten wir umher und verliefen uns prompt, da wir den falschen Turm als Orientierungspunkt gewählt hatten. Aber da ja nichts auf dieser Welt verloren gehen kann, sind wir es auch nicht und gelangten mitten in der Nacht wieder ins Hotel und auf unsere Zimmer. Was sich dort allerdings Lustiges abspielte, bleibt mein Geheimnis; aber doch so viel: ein kleiner Fußball hat jetzt nach einem Freiflug aus dem Fenster ein neues Zuhause und wir haben viele tschechische Getränke probiert. Gleich nach der ersten Nacht hatte sich in unserer Gruppe schon eine Schlaftablette herauskristallisiert, denn er konnte grundsätzlich als Letzter ins Bad und kam immer zu spät zum Frühstück.
Aber genug davon, noch ein klein wenig zu den Unternehmungen, die uns auf dieser Fahrt erwarteten. Selbstverständlich gehört zu so einer Fahr auch immer etwas Kultur, so z.B. Besichtigungen von Kirchen, der Prager Burg und die Besteigung des Turms des St. Veits Doms, wobei wir uns hierbei nicht über die Zahl der Stufen einig werden konnten. Denn einige von uns haben mit gezählt, doch die Anzahl der gezählten Stufen unterschied sich recht stark. Naja, selbstverständlich darf auch in einer Stadt wie Prag ein Opernbesuch im prunkvollen Nationaltheater nicht fehlen nicht fehlen, oder auch zwei sind nicht schlecht. Eine weitere Sehenswürdigkeit nennt sich Ufleku, so etwas ähnliches wie das Münchener Hofbräuhaus, allerdings wird man dort nur selten einen Tschechen treffen, da das Bier recht teuer ist, für die Tschechen zumindest. Die Prager Cafes sind selbstverständlich auch einen Besuch wert, wobei man auf keinen Fall vergessen sollte, einmal die böhmische Küche auszuprobieren. Bei Interesse kann ich da ein ganz tolles Restaurant empfehlen, der Hasenrücken ist absolut genial. Vor allen Dingen, wenn er von einem Ende des Tisches zum anderen durchgereicht werden muss, da er erst bei jemand anderem gelandet ist, dessen Namen ich hier jetzt mal verschweige. Und alle haben natürlich mitbekommen, was man sich doch wieder für eine große Portion bestellt hat, denn es war mit Abstand der größte Teller auf dem Tisch! (Sogar in der Becker/Ellerbrock-Gruppe kamen Gerüchte über die Esskapazitäten des Schreibers dieses Artikels an.) So im Großen und Ganzen waren dies einige Eindrücke von der Zeit in Prag, wobei man die Rückfahrt nicht vernachlässigen darf. Das war schon Big Brother-Style, mit sechs Personen in einem Zugabteil für was weiß ich wie viele Stunden zu sitzen, aber es war trotz alledem lustig.
Ich denke, ich spreche ich für so ziemlich alle, wenn ich sage, die Fahrt war viel zu kurz und eigentlich könnte man sie gut noch einmal wiederholen. Und last but not least vielen Dank an Frau Hildebrandt und Herrn Dr. Werner für diese gelungene Studienfahrt!