2. September bis 13. September 2002

Waldschüler machen dem Namen ihrer Schule alle Ehre und leben 12 Tage lang "im Wald".

12 Tage lang keine Schule !
Nichtstun ? Ausschlafen ?
Nein !
Um 6.30 Uhr wird gut gefrühstückt, denn schon um sieben Uhr fahren wir mit den Forstarbeitern zu unseren Arbeitsplätzen im Wald. Wir, die Klasse 8R2, machen keine Klassenfahrt, sondern einen der von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald angebotenen Jugendwaldeinsätze.Für unsere Arbeit mit Säge, Sichel, Heppe und Waldteufel werden wir mit hervorragendem Essen belohnt. Wir wohnen mietfrei in gemütlichen 4-Bett-Hütten, die wir allerdings selbst aufräumen und ausfegen müssen, wenn es uns darin zu unordentlich wird.
Das Jugendwaldheim Rotenberg bei Herzberg liegt mitten im Wald (Wo fahren wir denn hin ? Hier ist ja gar nichts mehr!) auf einer kleinen Bergkuppe, so dass unsere Ausflüge mit den aus der Norddeutschen Tiefebene mitgebrachten Fahrrädern alle sehr rasant beginnen. Zurück geht es eher langsam, da viele von uns ihre Räder bergauf gern ein bisschen schieben. An den Zielen unserer Radtouren gibt es glücklicherweise fast immer Eis oder kühle Getränke, denn wir genießen traumhaftes Wetter, Sonne satt, sternklare Abende.
Auf dem Geländes des Waldheimes sind vielfältige Spiel- und Sportmöglichkeiten für die arbeitsfreien Nachmittage und Abende . Wir können Lagerfeuer machen oder faulenzen und an einigen Stellen ist sogar der Handyempfang ganz gut.

Ausschlafen am Wochenende?
Nicht so wie zu Hause. An den beiden arbeitsfreien Tagen fahren wir um 9.30 Uhr mit dem Bus in den Harz: Goslar, das Bergbaumuseum im Rammelsberg, die Rodelbahn in St. Andreasberg, Schwimmen gehen bzw. Schlittschuh laufen in Bad Sachsa stehen auf dem Ausflugsprogramm.
Aufräumen, Wäsche waschen, Postkarten schreiben, ausruhen für die zweite Arbeitswoche.

Zwei ausgefüllte erlebnisreiche Wochen - auch für die begleitenden Lehrer.
12 Tage Dienst am Stück ohne Wochenende sind zwar ein hartes Stück Arbeit, aber auch in diesem Jahr waren unsere Schülerinnen und Schüler wieder so 'pflegeleicht', freundlich und fleißig, dass auch dieser Waldheimaufenthalt wohl nicht der letzte war.

Wir, Frank und Meike Balzer, fahren seit 19 Jahren regelmäßig mit unseren achten Klassen zu Jugendwaldeinsätzen und wurden dabei von verschiedenen Kolleginnen und Kollegen begleitet. Die Länge der Fahrt, die Besonderheit der Unterbringung und die körperliche Arbeit sind für die Schüler oft ganz neue wichtige Erfahrungen. Nicht zuletzt Gespräche mit unseren ehemaligen Schülern, die sich gern an ihre Waldheimaufenthalte zurückerinnern, bestärken uns darin, diese Fahrten trotz der großen Arbeitsbelastung auch weiterhin durchzuführen.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Prinzenstraße 17 30159 Hannover 0511 / 363590
www.sdw-online.de/niedersachsen
oder über die Waldschule von Frank und Meike Balzer