Der Ökologische Fußabdruck 

Am 13. September 2007 fand der Klimatag in der Kooperativen Gesamtschule Schwanewede statt.

Obwohl die Busse zu einer bestimmten Zeit fuhren, kamen viele Schüler und Schülerinnen zu Fuß oder mit dem Fahrrad und der Sportplatz wurde zu einem riesigen Fahrradplatz umgewandelt.

Nach der Ansprache durch Herrn Voss, der sich gleich als Autofahrer an diesem Tag outete, ging es in die Klassen, wo der ökologische Fußabdruck behandelt wurde. Dieses Verfahren hatte allerdings nicht den geringsten Teil mit Füßen zu tun, sondern war ein Zettelsystem, mit dem man herausfinden sollte, wie viel Co2 man am Tag verbraucht und wie wiederum man Co2 einsparen könnte.

Auf verschiedenen Zetteln gab es hierzu die Informationen, z.B. über den Co2-Ausstoß beim PC, der Heizung, dem PKW oder dem Licht. Diese wurden durchgelesen und dann in Stichpunkten auf einem separaten Blatt zusammengefasst. Die Auswertung fand dann schließlich durch die Klassensprecher statt.

Obwohl es 12 Zettel und somit 6 Stationen gab, war das Lernen über Stationen kein wirklicher Erfolg, denn es gab zu dem Material keine Erklärungen und es war einfach kein strukturiertes Arbeiten möglich, da viel zu viel Zeit gegeben wurde und kein wirkliches Interesse bei den Schülern und Schülerinnen vorhanden war.

„Ich habe doch keine Lust mich hier mit etwas auseinander zusetzen, das eh nichts bringt. Ist doch eh alles umsonst, wirklich halten tut sich doch, wie man sieht, kaum einer an die Regeln.“, meinte ein Freund.

Und das stimmte.

Die meisten Lehrer kamen wie sonst auch mit ihrem Auto zur Schule und nahmen somit als Vorbild der Kinder den überaus wichtigen Klimatag in diesem Punkt nicht ernst. Selbst der geladene Politiker der CDU sagte mit einem zufriedenen Lächeln, er sei mit seinem umweltverschmutzenden Mercedes angekommen. Von Reue und schlechtem Gewissen keine Spur…

Und so wurde der Klimatag eher zu einem kaum hörbaren Aufruf zum Klimaschutz, als zu einem, wie vorher geplant, für die Umwelt nützlichen Tag.

Die Frage ist nur, warum so ein Tag überhaupt geplant wird, wenn nicht genügend Lehrer damit einverstanden sind.

Zitat: „Für mich ist der Bus das umweltfreundlichste Verkehrsmittel überhaupt und ich kann nicht verstehen, wieso sie an diesem Tag nicht normal eingesetzt werden und die Kinder dafür hinter der Ecke scharenweise mit dem Auto gebracht werden.

Theoretisch ist das ein schöner Ansatz, aber wirklich bringen tut das hier alles nichts.“, so die Meinung eines Lehrers. Da fragt man sich doch, wenn nicht die Lehrer hinter dem Geschehen stehen, wer dann?...

 

 

Katharina M., Klasse 11G2