V. Gauert
Leiter des Realschulzweigs
Realschulzweig im Profil

Nach der Schulstrukturreform musste der Realschulzweig die Jahrgänge 5 und 6 integrieren und umfasst nun die Jahrgänge 5 – 10 mit ca. 550 Schülerinnen und Schülern. Die wesentlichen Aufgaben haben sich nicht verändert. Die Realschule soll eine erweiterte Allgemeinbildung an lebensnahen Sachverhalten vermitteln, dabei spielt die Bildung der Gesamtpersönlichkeit eine herausragende Rolle. Weiterhin bereitet die Realschule die Schülerinnen und Schüler sowohl auf die Berufs- und Arbeitswelt als auch auf den Besuch von weiterführenden Schulen vor. Dazu sind die Lernprozesse u.a. so zu organisieren, dass das selbständige und kooperative Lernen und das handlungsorientierte und problembezogene Arbeiten der Schülerinnen und der Schüler angeregt und unterstützt werden.

Neben dem Pflichtunterricht im Klassenverband und im schulzweigübergreifendem Unterricht erlangt der schulzweigspezifische Wahlpflichtunterricht mit Beginn des sechsten Jahrganges am Realschulzweig eine zunehmende Bedeutung. Hier sollen die individuelle Lernentwicklung und eine Schwerpunktbildung gemäß der persönlichen Neigung unterstützt werden. Somit müssen mit Beginn des 6. Schuljahrganges alle Schülerinnen und Schüler vier Wochenstunden Wahlpflichtunterricht belegen. Alle Schülerinnen und Schüler, die nicht den sprachlichen Schwerpunkt „Französisch“ wählen, müssen jeweils zwei andere 2-stündige Fächer belegen.

In diesem Bereich hat die Realschulkonferenz mit dem Beginn des Schuljahres 04/05 einige Neuerungen beschlossen, deren Erfolg in diesem Schuljahr überprüft und diskutiert werden muss.
In den Jahrgängen 6 – 8 dient der Wahlpflichtbereich der individuellen Ergänzung einzelner Fächer, und es gilt die Auflage für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht Französisch wählen, in diesen drei Jahren mindestens vier Unterrichtsstunden in Naturwissenschaften (Biologie/Physik/Chemie) und vier Unterrichtsstunden in Gesellschaftswissenschaften (Erdkunde/Geschichte/Politik) zu wählen. Die verbleibenden vier Unterrichtsstunden können im achten Schuljahrgang zur Orientierung in anderen Fächern (Technik / Hauswirtschaft / Informatik / Arbeitslehre) dienen.

Vom 9. Jahrgang an müssen sich die Schülerinnen und Schüler dann für ein bestimmtes Profil entscheiden, in dem nur noch bestimmte Fächer kombinierbar sind.
Profil I : Französisch
Profil II: Hauswirtschaft kombiniert mit Biologie oder Chemie
Profil III: Technik kombiniert mit Physik oder Chemie
Profil IV: Informatik kombiniert mit Erdkunde/Geschichte/Politik oder Arbeitslehre
Die bisherigen Rückmeldungen sind durchaus positiv, dennoch muss erörtert werden, ob zukünftig andere Auflagen gemacht oder auch für die Profilbildung weitere Kombinationsmöglichkeiten zugelassen werden.
[St 20.09.05]
.