Samst
ag, der 05.02.2005, ca. 6.30 Uhr. Scheinwerferlicht zerschneidet das Dunkel der Hospitalstrasse. In Höhe der Busschleife an der Waldschule wendet das Fahrzeug, hält kurz an und kurz darauf bleiben einige Personen mit unhandlichem Gepäck auf dem Bürgersteig zurück. Als nach einiger Zeit zwei Reisebusse auftauchen, hat sich die Zahl der etwas verschlafenen Menschen schon ansehnlich vermehrt, das Gepäck wird verstaut und man verzieht sich schleunigst in die Wärme, um vielleicht noch etwas dem verpassten Wochenendschlaf nachzutrauern. Gegen 7.02 kommt die letzte Großfamilie angehetzt, kurzes Gerangel, um aus den verbliebenen Einzelplätzen von zwei Bussen eine familiengerechte Sitzordnung zu schaffen und dann kann die Reise fast pünktlich mit der Fortsetzung des Morgenschlafes beginnen.
Es ist schon eine geübte Veranstaltung, wenn sich einmal im Winter etwa 100 -130 Mütter, Väter, Kinder und vereinzelt auch Lehrkräfte von Schwanewede aus auf den Weg in den Harz machen.
Unter der Voraussetzung, dass winterliche Verhältnisse herrschen, lädt der Förderverein der Waldschule alle Interessierten zum Selbstkostenpreis zu diesem Ausflug ein. Dem Ursprung nach, und das soll nicht verschwiegen werden, ist es eine Werbeveranstaltung für die Arbeit unseres Fördervereins, der zu einem wesentlichen Teil die Ski-Langlauf-Ausrüstungen für Klassenfahrten finanziert hat. Ganz nebenbei aber werden durch diese Fahrt Eltern und Kinder der verschiedensten Gruppen miteinander in Kontakt gebracht und ihnen das Erlebnis des winterlichen Harzes ohne den Stress einer eigenen Autofahrt mit Parkplatzsuche ermöglicht. So manch eine Familie hat auf diesem Wege schon die Liebe zum Skiwandern für sich entdeckt, nachdem sie sich wenige Tage vor der Fahrt noch mit skeptischen Worten und Blicken jene unhandlichen langen „Bretter“ im Skikeller der Schule ausgeliehen hatte.
Dieser Ausflug bietet aber nicht nur viele gespurte Loipen für das Skiwandern, sondern ermöglicht gleichermaßen Schlittenfahren und Spaziergänge. Dabei bleibt es nicht aus, dass man sich rein zufällig in einer der Gaststätten an den Wegen bei „Windbeutel“ oder „Hexenkuchen“ trifft.
Gleichgültig, wie man den Tag verbracht hat, wenn der Bus nach 12 – 13 Stunden Schwanewede wieder erreicht, spürt fast jeder das wohlige Gefühl, etwas für seine Gesundheit getan zu haben und deshalb auch völlig zu Recht eine behagliche Müdigkeit empfinden zu dürfen.
Was bleibt, ist der Wunsch, dass die Fahrt im nächsten Jahr bei genauso traumhaftem Wetter genauso schön verlaufen wird.
© 2005 Hm