Literatur über die geistige Entwicklung der Europäer. Das Zeitalter der Literatur in verschiedenen Abbildungen.
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Die Literarische Aufklärung
Geschichte & Hintergründe
Das bürgerliche Trauerspiel
Vertreter der Aufklärung
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Die literarische Aufklärung

  • Allgemeines

Aufklärung wird eine europäische Geistesbewegung genannt, die in der zweiten Hälfte des
17. Jahrhunderts einsetzte und im 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichte. Seit der Epoche der Aufklärung bezeichnet der Begriff immer ein kritisches Denken mit dem Ziel, das Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft zu verbessern. Sie ist durch ein naturwissenschaftliches Weltbild, durch Emanzipation des Denkens von kirchlich-dogmatischer sowie staatlicher Bevormundung geprägt und wird begleitet durch neue wirtschaftliche Methoden. Der Verstand wird zum obersten Prinzip jeglichen Handelns erhoben.

Die drei Säulen der Aufklärung
*In einer Manufaktur herrschte Handarbeit vor, sie unterlag jedoch keinem Zunftzwang.
Wissenschaften
Staatsrecht
Wirtschaft
Naturwissen-schaften = neues Weltbild
Verfassung und Gesetzform
Manufakturen
Gesellschaftsreform
Geselle→
Arbeiter
*Der Geselle wurde zum Arbeiter!
Bildung
Kritik an Kirche
Kritik an Staat
Merkantilismus
Schulen
Infragestellung
des Schöpfer-gedankens
Infragestellung
der Regierungs-gewalt durch Gott
*Merkantilismus ist eine Wirtschaftsform des 17./18. Jh. mit dem Bestreben, durch gesteigerte Warenausfuhr gegenüber der Wareneinfuhr Geld (als Gradmesser für Wohlstand) ins Land zu bringen.
Bürger→
Unternehmer
Verstand
Erklärung der Welt: wissen-schaftliche Weltaneignung
Freiheit des Einzelnen in welt-
lichen und religiösen Dingen
Agrarrevolution
Bauer→
Städter
Veränderung
der Gesell-schaftsstruktur
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Veränderung der Stellung des Menschen in der Welt und zur Natur
  • Das neue Weltbild

Durch ihre Kritik der traditionellen, meist religiös bedingten Vorurteile wollten die Aufklärer die menschliche Vernunft aus der Abhängigkeit von Kirche und Staat befreien. Dem langen Schatten des Mittelalters, das ihrer Ansicht nach das Denken verdunkelte, hielten sie das Licht einer sich selbst bestimmenden Vernunft und die Ideale von geistiger Freiheit, Gleichheit, Bildung und Toleranz entgegen.

Das aufklärerische Denken beruft sich zur Begründung seiner Erkenntnisse auf Methoden der Naturwissenschaften. Beobachtung, Erfahrung und methodisches Vorgehen sollen den Erkenntnissen Allgemeingültigkeit sichern und sie ebenso allgemein überprüfbar machen. Mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit wandten sich die Aufklärer an eine gebildete Öffentlichkeit, die zwar noch zahlenmäßig klein, aber äußerst aktiv war. Ihren Kern bildete das so genannte neue Bürgertum, das in Preußen hauptsächlich Beamte, Professoren, Offiziere und fortschrittliche Adlige umfasste.

Die Grundsätze der Aufklärung prägten das Selbstverständnis der bürgerlichen Kultur und ersetzten in weiten Teilen Deutschlands die fehlende politische Mitbestimmung. In Büchern, Zeitschriften, Diskussionsrunden (z.B. den berühmten Salons von Henriette Hertz und Rahel Varnhagen) sowie in Lese- und Geheimgesellschaften (Logen) wurde die Verbreitung aufklärerischer Gedanken vorangetrieben.

Zu den Hochburgen der Aufklärung zählten die Akademie- und Universitätsstädte, im Falle Preußens Berlin, Halle, Frankfurt/Oder und Königsberg. Ein wichtiges Sprachrohr der Aufklärung war die Berlinische Monatszeitschrift, in deren Dezember-Ausgabe von 1783 der Königsberger Philosoph Immanuel Kant seinen berühmten Artikel zur Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? veröffentlichte.

*Aufklärung = engl. "enlightenment", frz. illuminière, it. illuminismo, bedeutet auch Erleuchtung, Aufhellung im Sinne der Erleuchtung des menschlichen Geistes/Verstandes.

Licht galt als Symbol der Erkenntnis und Aufklärung.

Berlin im Zeichen der Aufklärung
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  • Typische Merkmale der Aufklärung
    • Denkbewegungen auf allen Gebieten
    • Kritisches Fragen, Denken und Zweifeln werden zur Tugend
    • Toleranz der Religionen
    • Diesseitsorientierung der Menschen (nicht mehr Konzentration auf Leben nach dem Tod)
    • Bürger erlangen Selbstbewusstsein durch ökonomische Veränderungen wie z.B. durch das Manufakturwesen, die das Bürgertum zur wirtschaftlich bedeutendsten Schicht macht; Weltbürgertum
    • Wachsende Wichtigkeit der Erkenntnis aus der Sinneswahrnehmung (Empirismus)
    • Wachsende Relevanz der im Verstand gegründeten Denkfähigkeit (Rationalismus, logisches und eigenständiges Denken)
    • Weisheit und Intellekt werden zu Tugenden
    • Tugend und ihre Förderung werden zum Hauptziel der Epoche
    • Das Gute und das Vernünftige werden gleichgesetzt
    • Natur statt offenbarte Religion als Referenz
    • Menschlicher Verstand als Instrument der Wahrnehmung
    • Freiheit statt Absolutismus; Gleichheit statt Ständeordnung; Erfahrung, wissenschaftliche Erkenntnis statt Vorurteil und Aberglauben, Toleranz statt Dogmatismus
    • Der Mensch ist von Natur aus gut, man muss es ihm nur zeigen.
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