Fragen und Antworten zum n-21 Projekt
mobiles lernen-21: Notebooks für Nieders@chsen (Stand 2008)
1. Allgemeine Fragen
Was bedeutet Mobiles Lernen?
Mobiles Lernen ist das Lernen mit einer ständig und überall verfügbaren persönlichen digitalen Lern- und Arbeitsumgebung. Diese besteht in der Regel aus einem eigenen i.A. elternfinanzierten Notebook (Hardware) und geeigneten Lernwerkzeugen (Software).
Worin besteht der pädagogische Mehrwert beim Arbeiten mit persönlichen Notebooks?
Der sinnvolle Einsatz, bei dem das Potenzial des persönlichen Notebooks richtig ausgeschöpft wird, führt zu Individualisierung und Selbstorganisation des Lernprozesses, zum kooperativen Arbeiten in Teams und zur Schulung der Kreativität.
Weitergehende Informationen sowie Unterrichtsbeispiele finden Sie u. a. auf der mobiles-lernen-21 Website in der Rubrik Materialien und bei Schulen ans Netz.
In welchen Fächern kann man persönliche Notebooks einsetzen?
Das persönliche Notebook ist ein universelles Arbeitsgerät. Grundsätzlich kann man es in allen Fächern und natürlich auch in Fächer übergreifenden Projekten einsetzen. Dies geschieht mit Hilfe von Lernwerkzeugen, Officesoftware, fachbezogenen Lernprogrammen und strukturierter Internetrecherche, so genannten Webquests (eine umfangreiche Fächer bezogene Linkliste finden Sie hier).
Gibt es bereits Erfahrungen/Evaluationen zur Arbeit mit persönlichen Notebooks?
Ja, es gibt eine wissenschaftliche externe Evaluation unseres Projekts durch die Humboldt Universität Berlin. Den Abschlussbericht können Sie hier herunterladen.
Daneben gibt es Erfahrungsberichte von Lehrkräften, die seit mehreren Jahren innerhalb unseres Projekts persönliche Notebooks einsetzen.
Welche Hardware kommt in den Schulen zum Einsatz?
Anders als bei einem ausschließlich privat genutzten Notebook ist im Schuleinsatz die Robustheit des Gerätes und die ständige Verfügbarkeit über einen Vor Ort/Austauschsupport das oberste Kriterium.
Unsere Kooperationspartner Sparkasse und AfB informieren hier sehr ausführlich über Modelle, Finanzierung und Support.
Welche Software wird verwandt?
Dies entscheidet die Schule. Das Lernwerkzeug LAssi steht zukünftig allen n-21 Notebookschulen kostenfrei als Prototyp zur Verfügung. Viele Schulen verwenden i. W. Freeware, so dass keine weiteren Kosten entstehen.
2. Fragen aus Sicht der Eltern
Was passiert, wenn ich das Notebook nicht bezahlen kann?
Unsere Kooperationspartner Sparkasse und AfB haben einen Bildungsfonds initiiert, auf den im Bedarfsfall (z.B. bei ALG 2 Empfängern) zugegriffen werden kann; auch die Schulen/Schulträger beteiligen sich an diesen Fördermaßnahmen und sponsern die Hälfte der Monatsrate. Ihnen entstehen dann also nur die halben Kosten. Es gehört aber zum Grundprinzip des Projekts, dass zumindest eine überschaubare Rate (50% der üblichen Rate) für das Überlassen des Gerätes gezahlt werden muss. Die Erfahrung zeigt, dass dann sorgfältiger mit dem Notebook umgegangen wird.
Wer entscheidet, welches Notebook gekauft wird?
Aus Praktikabilitätsgründen wird in einer Klasse bzw. einem Schuljahrgang grundsätzlich dasselbe Modell angeschafft. Die meisten Schulen bilden eine Arbeitsgruppe, in der auch betroffene Eltern vertreten sind, die dann über das Modell entscheidet.
Verbessern sich durch den Notebookeinsatz die Leistungen meines Kindes?
Es wird nur in Ausnahmefällen so sein, dass Ihre Kinder ab Einsatz des Notebooks plötzlich bessere Noten erzielen. Evaluationen zeigen jedoch, dass neben dem Erreichen der o.a. allgemeinen Lernziele in mehreren Fächern tatsächlich eine messbare Leistungssteigerung erfolgt; dies gilt z.B. im Fach Deutsch beim Erfassen und Verfassen muttersprachlicher Texte. Besonders deutlich ist dies an Haupt- und Förderschulen zu beobachten.
Darf mein Kind das Notebook auch privat benutzen?
Ja, ist es auch zur privaten Nutzung gedacht. Die meisten Schulen erstellen zwei Teilbereiche (Partitionen) auf der Festplatte, von denen die Eine ausschließlich für private Zwecke gedacht ist.
Worin besteht der Nutzen des Notebooks für die Zukunft meines Kindes?
Außerhalb von Schule ist das Notebook längst das Standardarbeitsgerät, so dass die Schülerinnen und Schüler aus Notebookklassen besser auf die Arbeit in der Ausbildungs-, Universitäts- und Berufswelt vorbereitet sind.
3. Fragen aus Sicht der Lehrkräfte
Kann ich auch ein Notebook über die Schülerplattform beziehen?
Ja, anders als beim Vorgängerprojekt haben die Lehrkräfte die gleichen Zugriffsrechte wie Schüler, d.h. insbesondere auch die Möglichkeit die Notebooks zu finanzieren.
Wie erhalten meine Schüler und ich die Notebooks?
Alle Details zum Beschaffungsverfahren finden Sie auf der Website unserer Kooperationspartner Sparkasse und AfB.
Wie oft soll das Notebook eingesetzt werden?
Schulen, in denen schon seit mehreren Jahren mit Notebooks gearbeitet wird, berichten, dass der Einsatz sehr unterschiedlich ist. Neben Phasen, in denen das Gerät in jeder Stunde gebraucht wird, gibt es Andere, in denen es eine Woche lang überhaupt nicht zum Einsatz kommt. Ein geschätzter Durchschnittswert liegt bei 25-30%. Wichtig ist, dass das Gerät ständig verfügbar ist und bei Bedarf sofort in den Unterricht integriert werden kann.
Wie kann ich mich fortbilden, um das Notebook sinnvoll einzusetzen?
n-21 organisiert einmal im Jahr eine landesweite Fortbildungsveranstaltung. Schulen mit Erfahrungen im Notebookeinsatz (so genannte Referenzschulen, von denen es zurzeit 20 in Niedersachsen gibt) organisieren in Eigenregie ebenfalls Fortbildungsveranstaltungen auf regionaler Ebene. Notebookschulen sollten gerade zu Anfang aus ihrem Schulbudget schulinterne Lehrerfortbildungen durchführen, hierbei sind wir gerne behilflich. Links zum Thema finden Sie auch weiter oben unter dem Schlagwort „Pädagogischer Mehrwert“.
4. Fragen aus Sicht der Schulen und Schulträger
Wie wird man Notebookschule?
Durch eine Anmeldung mit Benennen des/der verantwortlichen Koordinators/-rin zu unserem Projekt über unsere Website. Hierbei handelt es sich um eine Interessenbekundung, und keinesfalls um eine Kaufverpflichtung für Notebooks. Nach Anmeldung nehme ich Sie in unseren Verteiler auf; Sie erhalten dann alle nötigen Projektinformationen.
Zu den Beschaffungsmodalitäten der Notebooks siehe weiter oben unter dem Schlagwort „Hardware“.
Wer hilft mir dabei Notebookschule zu werden?
Mit der Anmeldung teile ich Ihnen die nächste Referenzschule mit sowie das für Sie zuständige Beratertandem der Landesschulbehörde. Dieses Netz arbeitet sehr erfolgreich seit zwei Jahren im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg und wird in diesem Frühjahr auf die anderen Bereiche Niedersachsens erweitert. Die Tandems beraten und unterstützen die Schulen auf ihrem Weg zur Notebookschule, sie initiieren und moderieren auf Schulträgerebene eine Lenkungsgruppe für das Notebookprojekt.
Welche Kosten kommen auf uns zu?
Die Notebooks werden von den Eltern bezahlt, aber der Schulträger ist weiterhin zuständig für die IT Infrastruktur, insbesondere für Installation und Support der Vernetzung (WLAN, Schulserver, soweit noch nicht vorhanden) sowie für die Ausstattung der Klassenräume für die Notebookklassen (Daten- und Stromkabel, Beamer, ggf. Smartboard, Drucker, …). Die Raumausstattung liegt durchschnittlich bei ca. 5000,- €/Raum, bei der Vernetzung kommt es auf die gewählte Technik und die bereits vorhandenen Elemente an, hier lässt sich keine Kostengröße nennen.
Wie sorge ich für Unterstützung auf lokaler Ebene?
In fast allen Schulträgerbezirken gibt es Fördervereine, die entweder von Schulen, von Eltern oder vom Schulträger gegründet wurden, die zumeist gemeinsam mit der örtlichen Wirtschaft Schulentwicklungsprojekte wie die n-21 Notebookinitiative vor Ort unterstützen. Sie können Schulen fördern oder Eltern helfen, die Unterstützung bei der Finanzierung benötigen.